24h Nürburgring 2026: Verstappen Pech besiegelt Mercedes Sieg
Max Verstappen zaubert bei seinem Debüt auf der Nordschleife, doch das 24h-Rennen 2026 zeigt sich erbarmungslos. Ein Rückblick auf ein Wochenende voller Regen, Nacht Chaos und dem bitteren Defekt kurz vor dem Ziel.

Die grüne Hölle liefert wieder ab: Regen und Verstappen-Pech beim 24h-Rennen Nürburgring 2026
Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat auch 2026 wieder komplett gezeigt, warum die Nordschleife einfach eine der gnadenlosesten Strecken überhaupt ist. Über 160 Autos, rund 600 Fahrer und wechselndes Wetter und dazu eine riesige Menge an Fans.
Besonders im Fokus stand diesmal Max Verstappen bei seinem Debüt im Langstreckenrennen. Der Formel 1 Weltmeister im #3 Mercedes-AMG war direkt vorne mit dabei und hat sofort gezeigt, dass er auch auf der Nordschleife die richtige Pace hat. Trotzdem, zählen hier nicht nur Speed, sondern vor allem Fehlerfreiheit, Strategie und Durchhaltevermögen.
Der Rennverlauf
15:00 - 19:00 Uhr: Direkt Vollgas
Schon am Start war klar: Das wird kein entspanntes Rennen. Der #84 Lamborghini vom Red Bull Team ABT hat sich erstmal vorne festgesetzt, aber dahinter ging es direkt richtig ab zwischen Lamborghini, Mercedes-AMG, BMW und Porsche. Direkt nach der ersten Runde musste der #84 Lamborghini in die Box, und gab seine Pole Position ab.
Auch der #3 Mercedes mit Verstappen war früh ganz vorne drin. In dem ganzen Verkehr wurde zwar hart gefahren, aber trotzdem noch kontrolliert, Nordschleife halt. Ein Fehler und du bist sofort raus aus dem Kampf.
Gegen Abend kam dann der erste richtige Regenschauer. Und wie immer am Ring: sobald es nass wird, wird’s sofort unberechenbar. Wer zu spät auf Regenreifen gewechselt hat, hat direkt Zeit verloren.
19:00 - 23:00 Uhr: Reifenchaos und Stress
Mit der Dunkelheit wurde das Ganze nochmal deutlich taktischer. Mal trocken, mal nass, keiner wusste so richtig, was jetzt die beste Wahl ist.
Der #80 Winward-Mercedes hat das ziemlich gut durchgezogen und sich konstant nach vorne gearbeitet. Andere Teams haben dagegen Fehler gemacht oder die Strategie verhauen.
Dazu kam dann noch die typische Nordschleifen-Action: Dreher, kleine Kollisionen, technische Probleme, ständig hat sich irgendwas verschoben.
Im Bereich Brünnchen gab es dann einen heftigen Ölverlust nach einem Defekt an einem GT3-Auto. Die Ölspur hat danach direkt mehrere Autos erwischt, dem „Grello“-Porsche wurde dies leider auch zum Verhängnis, der dadurch raus war. Auch ein Ford Mustang und ein weiterer Top-Wagen hatten an der Stelle keine Chance.
23:00 - 03:00 Uhr: Nacht auf der Nordschleife
In der Nacht hat die Nordschleife dann komplett ihr typisches Gesicht gezeigt. Nebel, Feuchtigkeit, kaum Sicht, richtig unangenehm.
Mehrere Zwischenfälle haben immer wieder Gelbphasen und Code-60 ausgelöst. Wirklich pushen war da kaum noch möglich, weil alles extrem riskant wurde.
03:00 - 07:00 Uhr: Verstappen greift an
In den frühen Morgenstunden hat der #3 Mercedes mit Verstappen richtig Druck gemacht. Der Mercedes führte über lange Zeit das Rennen an.
Aber man darf halt nicht vergessen: Das ist keine Einzelleistung. Das ganze Team hat hier geliefert.
Trotzdem blieb es brutal eng, weil Verkehr, Gelbphasen und wechselnde Bedingungen ständig alles durcheinandergebracht haben.
07:00 - 11:00 Uhr: Alles wird enger
Je näher das Ende kam, desto wichtiger wurde jeder kleine Fehler. Die Spitzengruppe lag extrem dicht beieinander.
Der #84 Lamborghini blieb weiterhin im Kampf vorne dabei, während der Aston Martin von Walkenhorst konstant Druck gemacht hat.
11:00 - 15:00 Uhr: Verstappen raus, Sieg für AMG
Richtig bitter wurde es dann etwa eine Stunde vor Schluss: Der #3 Mercedes mit Verstappen hatte einen technischen Defekt und musste an die Box. Damit war der Sieg praktisch weg.
Für viele Fans war das der Moment, wo das Rennen gekippt ist. Ein mögliches Traumdebüt ist damit geplatzt.
Davon profitiert hat der #80 Winward-Mercedes, der die Führung übernommen und das Ding dann auch sicher nach Hause gebracht hat. Für Mercedes-AMG ein starker Gesamtsieg.
Auf dem Podium dahinter landeten der #84 Lamborghini und der Aston Martin.
Der Dacia Logan
Abseits der GT3-Spitze gab es aber noch eine andere Story: den Dacia Logan.
Während vorne um jede Sekunde gekämpft wurde, hat der Logan bei den Fans richtig Aufmerksamkeit bekommen. Gerade nachts wurde er fast schon gefeiert, einfach weil er da durchgezogen hat. Gebaut vom Team Ollis Garage, hatte der Dacia aber auch einige Pannen. Gegen Mitternacht war eine Getriebebefestigung war abgerissen, und am Tag flog dann auch noch das linke Vorderrad weg. Trotz beten der Rennleitung den Logan nicht abzuschleppen, passiert leider genau das. Letztendlich schaffte es der Logan aber trotzdem noch über die Ziellinie.
Schlusswort
Verstappen hat direkt gezeigt, dass er Speed ohne Ende hat und auch auf der Nordschleife sofort vorne mitfahren kann. Aber am Ende gewinnt halt nicht das schnellste Auto, sondern das, das 24 Stunden ohne große Fehler durchkommt.